Um für mein Bachelorprojekt in Island bestens vorbereitet zu sein, habe ich bereits im Mai zwei Wochen dort verbracht. Ich hatte die Gelegenheit Land und Leute ein bisschen kennenzulernen und mir ein Bild von den strukturellen Abläufen vor Ort zu machen. Mit der besten Freundin an meiner Seite und einer festen Unterkunft war diese Übung im Vergleich zum eigentlichen Vorhaben beinah ein Spaziergang. Mit dem Flugzeug sind wir in Reykjavik angekommen und haben ganz bequem die erste Nacht dort in einer Jugendherberge verbracht. Am nächsten Morgen ging es dann früh los, denn unser eigentliches Ziel lag auf der anderen Seite der Insel - in Egilstadir. Während der zehnstündige Busfahrt in einem Linienbus konnten wir bereits die faszinierende Vielfalt der isländischen Landschaft bewundern. Schwarze Strände, Lavegestein, Basaltsäulen und wunderschöne Schneelandschaften wechselten sich ab. In Egilstadir angekommen wurden wir auch schon von Eymundur erwartet, einem islädnsichen Farmer auf dessen Biohof wir gegen Kost und Logie für die nächsten zwei Wochen arbeiten würden. In dieser Zeit wohnten wir mit Menschen aus aller Welt unter einem Dach und lernten nicht nur Island, sondern auch den Alltag auf einer Farm kennen. Die Tage verbrachten wir mit den anderen Freiwilligen bei der Arbeit und an den Abenden unternahmen wir lange Wanderungen oder lernten die anderen Freiwilligen besser kennen. Dass wir mit unseren Händen gearbeitet haben und jeden Abend das Ergbenis dessen, was wir geschafft hatten sehen konnten war für uns eine tolle Erfahrung, ebenso wie die Zeit, die wir mit interessanten Menschen aus Frankreich, Kanada, Amerika und Marokko verbringen durften. Auch für mein Elfenprojekt konnte ich dort erste Kontakte knüpfen, denn jeder Isländer den ich auf das Thema ansprach, konnte mir etwas dazu berichten. Vallanes ist ein Ort, an dem man sich wohl fühlt und ich werde auf jeden Fall während meiner zweiten Reise in Island dorthin zurückkehren.
Móðir Jörð bedeutet übrigens "Mutter Erde" und steht für einen respektvollen Umgang mit der Natur, der in Island, und vor allem auf dieser Farm sehr groß geschrieben wird.
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| Das Monsterhaus heißt alle Willkommen - in diesem Container schlafen, essen und leben bis zu 15 Freiwillige. |
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| Eigentlich lohnt es sich kaum zu waschen, denn am nächsten Tag werden die Socken wieder ganz genau so aussehen. |
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| Am Ende eines langen Tages lassen wir alle nocheinmal unseren Blick
über die Felder schweifen, um plötzlich vom Nebel überrascht zu werden. |
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Auf der Farm werden alle Pflanzen von Hand gegossen. Dafür brauchen zwei Personen zwei Stunden.
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Der Tag ist nicht streng getaktet und es bleibt während der Arbeit genügend Zeit zu plaudern.
Trotzdem konnte jeder von uns am nächsten Tag ein Körperteil aufweisen, das definitiv weh tat.
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| Barley (Gerste) stand auf unserem Speiseplan ganz oben, da es eins der
meist geernteten Produkte auf der Farm ist. Aber auch die selbst angebauten Rüben, Rote Beete und Kohl schmecken spitze! |







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