Wer wissen möchte, wie sich Tiere im Zoo fühlen möge folgendes versuchen: Man klettere in eine 5 Meter tiefe Felsspalte, dort baue man eine professionell wirkende Kamera mit einem dicken Stativ auf. Ein Reflektor macht sich auch ganz gut, ist aber kein Muss. Die entscheidende Zutat ist allerdings folgende: Rauchfackeln, am besten eignen sich auffällige Farben. Wenn man dann noch gezwungen ist mehrere Stunden in dieser Spalte zu verbringen, weil man auf die perfekte Kombination aus wenig Sonne und mäßig Wind wartet und das Warnschildchen (damit niemand die Polizei/Feuerwehr ruft) bereits beim Abstieg oben befestigt hat, kann man sich des begeisterten Zoo-Publikums gewiss sein. Eine tolle Erfahrung, vor allem wenn es einen in die Lage versetzt, sportlich aussehenden jungen Männern, die ehrfürchtig zu einem herabschauen erklären zu dürfen, wie sie ihre Füße aufsetzen müssen um auch in die Spalte zu gelangen. So habe ich meinen heutigen Tag verbracht, und eigentlich war es doch ganz angenehm in der ganzen Eigenbrödlerei mal ein paar Worte mit Menschen zu wechseln. Weil die Fotos ganz gut geworden sind gab es dann zur Belohnung noch mein erstes Bad in einem isländischen Hotpot. Ich rieche jetzt also sozusagen doppelt nach Schwefel: von den Rauchfackeln und von dem geothermal erwärmten Wasser.



Ich bin gespannt wie es weiter geht. Spektakuläre Fotos und das lesen macht mir grossen Spass ;-) GlG o.j.t
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