Ziemlich ironisch. Gestern schreibe ich noch eine Ode an das Auto, mit dem ich die letzte Woche verbracht habe und keine 12 Stunden später lässt es mich im Stich. Dass es mir gut geht und das Auto weiterfahren kann verdanke ich wohl meiner Unsicherheit auf den Straßen in der Innenstadt. Kaum in Reykjavik angekommen bekam ich zu spüren, was mein Reiseführer als „die gewöhnungsbedürftige Fahrweise der Isländer“ beschreibt. Hier hält es offenbar niemand für notwendig ein die Autofahrt auf Grund eines Telefongespräches zu beenden. Doch das macht mir keine Angst. Es sind eher die Leute, die ihr Laptop auf dem Schoß liegen haben während sie fahren, um an einer roten Ampel ihre Gedanken verchristlichen zu können. Dabei sind sie auch noch ziemlich flott unterwegs und hupen alles kurz und klein, was sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält (eigentlich nur ich). Je mehr sie hupen desto langsamer werde ich, nicht um zu provozieren sondern weil ich Angst habe etwas falsch zu machen. Dieses in den letzten 2 Tagen erlangte Schneckentempo kam mir jedenfalls heute zu Gute. Gerade mal 30 km/h zeigte der Tacho an, als mein linker Vorderreifen platzte. Warum er das getan hat ist mir ein Rätsel, er jedenfalls wird es mir nicht mehr erklären können, denn er ruht nun friedlich auf dem Autoreifenfriedhof. Das Fahrsicherheitstraining beim ADAC was ich eigentlich schon machen will seit ich meinen Führerschein habe hätte mich vielleicht davor bewahrt von der Fahrbahn zu rutschen und im Lavafeld zu landen. Da steckte ich dann also zwischen den kleinen und größeren Steinbrocken fest und kam weder vor noch zurück. Vielleicht liegt es daran, dass Unfälle bei der isländischen Fahrweise an die Tagesordnung gehört, ich habe jedenfalls noch nie Menschen so routiniert ein Auto aus Lavabrocken ziehen sehen. Kaum stand ich winkend an der Straße hielt auch schon ein Auto. Der nette Mann fuhr mit mir zur Unfallstelle und rief einen Freund an. Keine 15 Minuten später fuhr ein Wagen vor aus dem zwei Männer in Warnkleidung sprangen, ein Abschleppseil am Wagen befestigten und schon war er wieder auf der Straße. Schneller als ich gucken konnte wechselten sie dann noch den Reifen aus. Die Jungs kamen ganz offensichtlich von einer Werkstatt, denn sie hatten einen Firmenwagen, Arbeitskleidung und einen Koffer voller Werkzeug. Werkstätte bezahlt man, zumindest ist das in Deutschland so. In Island muss man nur versprechen, dass man sowas nicht wieder macht und gut auf sich aufpasst. Und so schnell wie sie gekommen sind, sind sie dann auch wieder gefahren. Nichtmal den Namen der Firma habe ich mir gemerkt. Nun kann ich ihnen nichts zurückgeben, außer ewiger Dankbarkeit. Danke, danke, danke!


Wow, ich würde sagen Duplizität der Fälle, mein Auto war heute auch vorne platt, und ich musste länger auf den ADAC warten als Du dort im Lavagestein. Hoffe dies ist die einzige Panne auf Island.
AntwortenLöschenhallo wir feiern gerade das 2jährige Bestehen unseres Blogs und machen deshalb eine Blogvorstellung! :)Wir würden uns freuen wenn du auch daran teilnehmen würdest! :)
AntwortenLöschenyoung blood
Hallöchen :) habe einen Kommentar in eurem Blog hinterlassen :)
Löschenalso zu erst muss ich sagen dass ich deinen blogheader total liebe <3
AntwortenLöschenund der Eintrag ist echt irgendwie süß
mal was einzigartiges ;)
Hoffe du schaust bei mir auch mal vorbei
Deine Amely Rose von:
http://thebizarrebirdcage.blogspot.de/
Ohje :( das sieht ja gar nicht gut aus! Sehr begeistert bin ich von deinen Posts und ich werde dich im Auge behalten :)
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Sandra ♥
owlspassion.blogspot.de